Bei Tierfotos auf Augenhöhe gehen

Die besten Fotokameras sind nutzlos, wenn das Motiv oder zumindest die Perspektive nicht stimmen. Gerade bei Tierfotos machen genau das viele Fotografen falsch. Ein noch so süßer, kleiner Hund sieht komisch aus, wenn er von unten nach oben in die Kamera blickt. Auf Augenhöhe zu gehen, sorgt hier für die richtige Perspektive. Nur so kann der Hund sozusagen „gerade“ auf das Foto kommen und sieht auch im Rahmen oder im Fotobuch deutlich besser aus.

Da hat man den kleinen Racker endlich in der Position, in der man ihn fotografieren will. Das dauert manchmal, denn Hunde haben eindeutig andere Interessen, als sich fotografieren zu lassen. Nun stellt man sich vor das Tier, betätigt vielleicht den Zoom und drückt den Auslöser. Das Foto ist aber ganz anders, als man sich das vorgestellt hatte. Die Perspektive macht einiges aus.

Um die richtige Kameraperspektive zu erreichen, muss man sich hinknien oder vielleicht versuchen, das Tier auf eine Erhöhung zu bekommen. Für das optimale Tierfoto muss der Fotograf dann schon einmal in den sauren Apfel beißen und sich auf den Boden legen, wenn es die Situation erfordert. Dann sind an einer manuell einzustellenden Spiegelreflexkamera noch einige Einstellungen vorzunehmen und auch den Zoom der Automatik-Kamera sollte man optimieren, sowie den Autofocus scharfstellen lassen, was meistens durch ein Antippen des Auslösers geschieht. Nun muss der Hund, die Katze oder welches Tier man auch immer beim Spielen im Wohnzimmer oder im Garten fotografieren will, nur noch bereit sein, die Pose einzunehmen, die der Fotograf sich wünscht. Das klappt nicht immer, weswegen man auch einfach mal drauf los fotografieren kann: Da kommen lustige Schnappschüsse heraus, zum Beispiel wenn der Hund mit der Nase an die Linse stuppst oder die Katze versucht, die Halteschlaufe an der Kamera zu erwischen.