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Wenn Fotos plötzlich unbezahlbar werden

Lange Zeit sind Fotos einfach nur Gegenstände, die eben existieren. Erst wenn sie Dinge oder Menschen zeigen, die man nicht mehr wiedersehen kann, dann bekommen sie plötzlich einen unschätzbaren Wert, der nicht mit Geld aufzuwiegen ist. Das kann ein Auto sein, mit dem man sich einst einen Traum erfüllte, das aber nach einem Unfall nicht mehr wieder zu beschaffen ist. Auch ein verstorbenes Haustier kann ein solches Motiv auf einem Foto sein: Solange das Tier noch lebt, sind die Bilder Nebensache. Zwar amüsant, aber lange nicht so spannend, wie das Haustier selbst, werden zig Fotos geknipst und in einem Album oder auf der Festplatte gesammelt. Erst, wenn das Tier nicht mehr bei einem ist, wird man dankbar sein, diese Fotos noch zu besitzen, die die Lücke im Herzen zwar nicht wettmachen können, die aber zumindest mit Erinnerungen an die schönen gemeinsamen Zeiten trösten können. Erst jetzt bekommen viele der Aufnahmen einen Ehrenplatz, weil das liebe Tier einfach an allen Ecken und Enden fehlt.

Das schlimmste, was einem Menschen in seinem Leben passieren kann, ist der Verlust des eigenen Partners oder noch schlimmer, eines Kindes. Dass die Eltern irgendwann vor den Kindern von dieser Welt gehen müssen, ist der Lauf der Natur, der nicht weiter beeinflussbar ist. Doch ist es umgekehrt der Fall, können die Eltern diesen Verlust oft kaum verschmerzen. Dann sind Bilder die liebevolle Erinnerungen, mit denen manchmal sogar noch gesprochen wird. Ein Andenken, das man in Ehren hält, etwas unbezahlbares, denn hier sieht man den lieben Menschen, wie er zu Lebzeiten einmal war. Der frühe Tod des Partners ist ein Einschnitt, der schlimme Folgen haben kann. Auch hier wird das Foto, vielleicht einmal ganz nebenbei und ohne weiteren Sinn mit der Digicam einfach zwischendurch geknipst, plötzlich zum unbezahlbaren Schatz, den man niemals mehr hergeben will.

Fotos von der WM in Südafrika

Wer nun gerade die Koffer packt, um in Richtung Südafrika aufzubrechen, sollte nicht nur an ausreichend Geld und Kleidung denken. Fotos dürfen von einem solchen Erlebnis natürlich nicht fehlen und deshalb muss die Digitalkamera ins Reisegepäck. Sie mit durch die Städte zu nehmen, bedeutet, besonders aufpassen zu müssen, denn, wie immer bei solchen Großereignissen, sehen sich auch Taschendiebe einen Vorteil in der Ansammlung vieler Menschen. Mit dem Sicherungsband um das Handgelenk kann aber nichts schiefgehen.

Viele Fans aus allen teilnehmenden Nationen werden sich um die Stadien herum versammeln. Hier entstehen Bilder voller Freude und Begeisterung, in lustiger Fankleidung und natürlich auch in spaßiger oder siegessicherer Pose. Die Spieler wird man hier natürlich nur selten zu Gesicht bekommen. Dazu muss man ins Stadion, und vielleicht mit einem guten Platz und einem guten Zoom die entsprechende Aufnahme schießen. Das ist natürlich vor allem bei den Spielern aus dem eigenen Land eine Aufgabe, die man ernst nimmt, wenn man schon eine solch spektakuläre Reise unternimmt.

Zu Hause angekommen müssen die Fotos natürlich auch noch entsprechend gesichtet und bearbeitet werden. Dazu lädt man sie von den proppevollen Speicherkarten auf den PC und sieht sie sich in groß an. Nun beginnt man damit, die Bilder zuzuschneiden, die Helligkeit, den Kontrast und die Farben zu verbessern und dann eine Sammlung einzigartiger Fotos zu einem Bilderservice im Internet zu schicken. Ein paar Fotogeschenke für die, die an der Reise zur WM nicht teilnehmen konnten, wird man natürlich auch bestellen und mit einem schadenfrohen Lächeln verschenken. Je weiter unsere Jungs kommen, umso trauriger sind die, die nicht dabei sein konnten, sondern vor dem TV und ohne Fotoapparat jubeln mussten.

Fotos auf dem PC verwalten

Die Kamera ist schnell gezückt, um das eine oder andere Event zu dokumentieren. Auch die Speicherkarte leert man in der Regel noch ziemlich häufig, um sie dann wieder voll einsetzen zu können. Dann aber kommt ein Kapitel, das mit Zeit und Geduld verbunden ist. Die digitalen Fotodateien sollten auf dem PC auch verwaltet werden, damit man ein Quäntchen Ordnung in seinen Systemen hat.

Das bedeutet zunächst einmal, die Fotos zu sichten. Gelungene Aufnahmen hebt man auf, ähnliche Motive kann man löschen. Die Bilder, die nichts geworden sind, löscht man am besten sofort aus den Ordnern, denn dann muss man sich kein zweites Mal mit ihnen beschäftigen. Doch nun ist die Arbeit noch nicht erledigt. Nun geht es daran, die Fotos mit Namen zu versehen oder zu nummerieren und einem Event zuzuordnen. Der Geburtstag, die Urlaubsreise, der Besuch auf Schloss Neuschwanstein: Alles will einen eigenen Ordner, in dem die Fotodateien nach Möglichkeit auch noch nach Inhalt oder zumindest chronologisch benannt wurden. Ist dieser Schritt erfolgt, kann sich der geneigte Hobbyfotograf noch mit dem Thema Bildbearbeitung auseinander setzen. Hierzu existieren die verschiedensten Programme, die zum Teil sogar kostenfrei im Netz geladen werden können.

Legt sich der Fotograf auf diese Weise eine übersichtliche Datenbank an, kann er stets binnen Sekunden die richtige Datei finden. Stundenlanges Suchen oder zeitfordernde Diashows erspart man sich dadurch. Und, wie jeder weiß, ist es umso mühevoller, je mehr Bilder sich schon angesammelt haben. Da vergeht einem schnell die Lust auf das tollste Fotogeschenk, wenn damit ein riesiger Suchaufwand verbunden ist. Deshalb: In den sauren Apfel beißen und sofort Ordnung schaffen.